Weshalb das Weihnachtsgeschäft so wichtig ist

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Jedes Jahr aufs Neue haben wir Weihnachten! Das war letztes Jahr schon so und das wird auch in den nächsten Jahren so weiter gehen. Da sollte es doch ein Leichtes sein, seinen Kundenstamm mit tollen Produkten zu überraschen, neue Kunden mit Angeboten zu verführen und Abläufe strikt zu organisieren. Immerhin hat jeder Händler 12 Monate Zeit und das Jahr für Jahr.

Beginnen wir damit, dass es meistens anders kommt, wie geplant.

Genau das Gegenteil tritt ein, wenn „plötzlich“ das Weihnachtsgeschäft vor der Tür steht. Der erste Schnee fällt und eigentlich sollte Wintergeschäft bereits angelaufen sein.

Hektisch werden Produkte gekauft, die halbwegs nach Winter und Weihnachten aussehen, Kundenmails werden unbedacht versendet, bedingt erfolgreiche Marketingkampagnen gestartet und die Abläufe sind immer noch nicht auf die erhöhte Nachfrage (wenn es die dann auch gibt) abgestimmt. Als wenn es nicht reichen würde, stellt sich der innere Schweinehund auf stur und vermittelt das Gefühl, es mal wieder nicht geschafft zu haben. Man sieht auf einmal das Kerngeschäft vor lauter Arbeit nicht.

Kommen Ihnen diese Abläufe bekannt vor?

Alle höchste Zeit etwas dagegen zu unternehmen, denn den Statistiken nach, werden etwa 15 bis 20 % des Jahresumsatzes im Online-Handel über das Winter- und Weihnachtsgeschäft gemacht.

In diesem Artikel möchte ich Ihnen aufzeigen, worauf Sie achten sollten, um die Wintersaison erfolgreich für Ihr Geschäft, aber auch zufrieden stellend für den Verbraucher abschließen zu können.

Auf der einen Seite stehen Sie als Händler, der möglichst hohe Margen einstreichen möchte und auf der anderen Seite steht Ihr Kunde, der möglichst viel für sein Geld erhalten möchte.

WinWin Situation als Leitsatz

Das oberste Ziel des Geschäftes liegt also darin, eine WinWin Situation zu schaffen, bei der alle zufrieden sind.

Leichter gesagt als getan… Beginnen wir doch am Anfang:

Die Vorbereitungszeit

Die Vorbereitungszeit beginnt nicht während und nicht kurz vor der Wintersaison. Der 1. November gilt dabei als Anhalspunkt zum Saisonstart, aber nur für den Verbraucher! Der Handel plant Weitläufiger und vor allem mit viel mehr Vorlauf.

  • Bereiten Sie Ihre Marketingstrategie ruhig bereits im Frühling des aktuellen Jahres vor.
  • Gehen Sie mit Bedacht an die Sache heran.
  • Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Großhändler oder Zulieferer, denn dieser kann Sie bei der Wahl der richtigen Trendartikel unterstützen.
  • Beziehen Sie Meinungen aus der Öffentlichkeit und sozialen Netzwerken ein.
  • Starten Sie Umfragen. Beispielhaft „Mein Wunschzettel“
  • Bleiben Sie realistisch und kaufen nur Waren ein, die Sie auch mit gewisser Bestimmtheit wieder verkaufen können.
  • Lassen Sie sich bei Ihrer Marketingstrategie nicht vom Kerngeschäft abbringen und gestalten Sie diese etwas Produktorientierter.
  • Beginnen Sie frühzeitig mit der Kundenakquise, orientieren Sie sich dabei zu Beginn am Wettbewerb.
  • Gehen Sie mögliche Kooperationen vorzeitig ein, denn auch Ihre Geschäftpartner sind später im Stress und haben kaum ein offenes Ohr für neue Ideen.
  • Planen Sie das erhöhte Paketaufkommen ein. Ihre Kunden sind meist ungeduldig und möchten schnellstmöglich das Produkt in den Händen halten.
  • Bringen Sie z.B. Ihre Website, Visitenkarten und Briefbögen in Weihnachtsstimmung, indem Sie sich nach Außen hin etwas festlicher zeigen.
  • Strukturieren Sie Ihr Sortiment mehr auf Thema Winter und Weihnachten um.
  • Optimieren Sie auch Ihre Zahlungsabwicklung. Vorkasse als Zahlungsmethode ist zwar für Sie als Händler sicher, aber der Kunde entscheidet sich gerade während dieser stressigen Zeit dagegen und wählt modernere Zahlungsmethoden. Sicheren Sie sich dann aber gegen einen möglichen Zahlungsausfall ab.

Nun kann die Saison starten! Lager gefüllt, Prozesse optimiert, die Marketingstrategie steht.

Früher wie man denkt, beginnen die ersten Menschen mit dem Weihnachtsgewusel. Die Innenstädte und Verkaufshäuser im Internet füllen sich zunehmend mit neugierigen Blicken. Nun zeichnen sich die ersten Trends ab und Sie können erkennen, ob Sie bei der Auswahl Ihrer Produkte richtig liegen.

Neben typischen Winterprodukten wie Winterbekleidung, Streusalz, Schneeschieber, Eiskratzer und anderen Winterartikeln beginnt die Jagt nach geeigneten Geschenken. Das Internet rennt dem Einzelhandel langsam den Rang ab und bewegt sich bei den Abverkäufen immer weiter an die Spitze. Nun muss der Service stimmen und die Marketingstrategie greifen, um sich gegenüber dem Einzelhandel mit der persönlichen Betreuung behaupten zu können. Dabei spielt der Service eine übergeordnete Rolle, um dem Hauptziel „WinWin Situation“ näher zu kommen.

Verschaffen Sie dem Kunden möglichst viele Erleichterungen, nehmen Sie Ihn an die Hand und lassen Sie die Kundschaft spüren, dass Sie qualifiziert und besonders Kundenorientiert sind. Machen Sie dem Kunden den Einkauf so einfach und komfortabel wie nur möglich. Denn schon bald beginnt das nachweihnachtliche – Retourengeschäft und da sollten Sie nicht den Fehler machen und den Kundenservice vergessen. Halten Sie durch und Sie werden dafür belohnt. Da bin ich mir ganz sicher.

Diese kleine Übersicht sollte Ihnen den Start in ein erfolgreiches Wintergeschäft ermöglichen, oder Sie zumindest dabei unterstützen.

Wenn ich wichtige Aspekte nicht erwähnt habe, dann einfach einen Vorschlag unterbreiten und die Liste wird gerne ergänzt.

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Eine Antwort auf Weshalb das Weihnachtsgeschäft so wichtig ist

  1. Heinrich sagt:

    Hallo Herr Nietsch,
    einen Dank für den schönen Beitrag zum bevorstehenden Weihnachtsgeschäft.
    Das letzte Jahr lief recht ok und ich bin gespannt, wie es in diesem Jahr bei der Krisengebeutelten Nation sein wird. Jedenfalls habe ich mich bereits mit Winterprodukten eingedeckt und warte auf den ersten richtigen Frost bzw. Schnee. LG Heinrich.

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