Selbständig im Alter! Wird die Vorsorge ausreichen?

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Unternehmer sind im Alter meist noch nicht reif für eine Auszeit. Oftmals stehen Söhne, Töchter bzw. andere Nachfolger in den Startlöchern, doch ein Unternehmer kann und möchte nicht so schnell aufgeben. Immerhin bedeutet dies in den meisten Fällen einen endgültigen Rückzug aus dem Geschäftleben und den Verlust von Entscheidungsgewalt.

Mit „Vorsorge“ ist dabei nicht nur die Vorsorge finanzieller Natur gemeint, sondern auch die Vorbereitung des Nachwuchses/Nachfolgers auf die unumgängliche Übernahme des Unternehmens.

Neben dem Alltag verfolgen Ängste und Sorgen den in die Jahre gekommen Unternehmer. Er fürchtet den Verlust des Ansehens, die Führerlosigkeit des Unternehmens und stellt überdimensionierte Anforderungen an den Nachfolger.

In die Firmengeschichte wird ein Unternehmer nach seinem Abdanken sicherlich eingehen, die Frage ist jedoch wann? Am liebsten nie, wird meist die Antwort lauten.

Als Beispiel erfolgreicher Unternehmensführung über Jahrzehnte hinweg ist hierbei die Erfolgsgeschichte von der schwäbischen Alb zu erwähnen. Trigema! Wer kennt den namhaften deutschen Hersteller für Sportbekleidung nicht? Gegründet wurde die Firma als „Mechanische Trikotwarenfabriken Gebr. Mayer KG“ zum Ende des ersten Weltkrieges im Jahre 1919 von den Brüdern Josef und Eugen Mayer. Ab dem Jahr 1969 übernahm Wolfgang Grupp als alleiniger Geschäftsführer und Inhaber das Unternehmen. Zwischenzeitlich kamen und gingen die Geschäftführer. Unter der Leitung von W. Grupp konnte sich Trigema im deutschen Markt entwickeln und etablieren. Künftig fordert die Firmengeschichte einen weiteren Generationswechsel. Tochter Bonita und Sohn Wolfgang werden als potenzielle Nachfolger gehandelt und in die Unternehmenspolitik seit jeher integriert.

Wie man unschwer erkennen kann: Vorsorgen beginnt in den eigenen Reihen. Dabei ist finanzielle Absicherung ebenfalls ein nennenswerter Faktor der Vorsorge. Welche Möglichkeiten uns dabei offen stehen, darauf möchte ich im Folgenden gerne eingehen:

Finanzielle Vorsorge für Unternehmer/innen

Während Arbeitnehmer/innen besser abgesichert sind, müssen Unternehmer, Freiberufler und Selbständige selbst Rücklagen anhäufen, um z.B. während der Schwangerschaft, Krankheitsfall oder im Alter abgesichert zu sein. Gewerbetreibende haben einen komplexen Aufwand zu betreiben, um in den Genuss der Absicherung zu kommen. Selbständige müssen auch in diesen Phasen für alle anfallenden Kosten aufkommen. Arbeitnehmer/innen werden vor derartigen Belastungen geschützt.

Umso wichtiger ist die richtige Wahl der der finanziellen Vorsorge im Unternehmertum.
Dabei fehlt es oftmals an professioneller Beratung zu Finanz- und Vorsorgefragen. An dieser Stelle wäre ein professionell erstellter Vorsorge-Plan empfehlenswert.

Als Pflicht sollte hierbei neben eigenen finanziellen Rücklagen zumindest eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Unternehmer abgeschlossen werden. Für Angestellte schon fast unverzichtbar und in der Regel für Unternehmer ein Muss bzw. empfehlenswert. Denn im Gegensatz zum Arbeitnehmer haben Selbständige einen entscheidenden Vorteil. Als Beispiel möchte ich hierbei den Vergleich zu „Investitionen“ in die gesetzliche Rente und Investitionen als Unternehmer in einen Investmentfond nennen.

Der durchschnittliche Gesamtsozialversicherungsbeitrag beträgt im Jahr 2011 rund 40,35 %. Angenommen der Arbeitnehmer verdient im Jahr ca. 72.000 Euro / Brutto, dann zahlt er jeden Monat rund 600 Euro in die gesetzliche Rentenkasse ein. Rechnen wir ein normales Arbeitsleben hoch, so kommen wir nach 50 Jahren auf einen Betrag von 360.000 Euro. Der Staat bedankt sich für jene Investition mit einer moderaten und vor allem zinslosen Rente.

Ein Unternehmer hingegen kann seine erwirtschafteten Gewinne langfristig in Investmentfonds oder den Immobilienmarkt investieren und profitiert im besten Fall anschließend von höchst attraktiveren Ergebnissen.

Dabei ist jedoch besonders zu beachten, dass Altersvorsorge mit einem Produkt betrieben wird, welches im Konkursfall nicht gepfändet werden kann. Dazu muss zwangsläufig auch die Inflation berücksichtigt werden um am Ende Zitat: G. Westerwelle „mehr Netto“ in der Tasche zu haben.

Daher empfehle ich vorzeitige Bemühungen um neue und auch ertragreiche Einkommensquellen. Regelmäßige Rücklagen helfen bei Eventualitäten und der Altersvorsorge.

Fazit:
Der Abschluss des Geschäftslebens beginnt mit der vorzeitigen Planung, konsequenten Investitionen in Wertpapiere, andere Anlageformen und verläuft über den Ankauf von Immobilien bis hin zu Wertgegenständen. Daher gilt das Motto: Vorsorge ist besser wie Nachsorge und gut informiert lebt es sich behutsamer.

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