Kleinunternehmer und Mittelstand im Schutz der unsinnigen Versicherungen

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Unsinnige Versicherungen belasten zunehmend Kleinunternehmer und den Mittelstand. Von Selbstständigen, die zweifelsohne den entscheidenden Anteil am Wirtschaftswachstum in Deutschland tragen, wird sehr viel verlangt, evtl. zu viel? Dabei könnte alles so einfach sein.

Als erfolgreicher Unternehmer müssen sie Trends erkennen, steuerlich immer auf dem neusten Stand und gleichzeitig Meister ihres Faches sein, um im harten Wettbewerb zu bestehen oder sich gar an die Spitze der Branche zu katapultieren. Der Unternehmer von heute gleicht keinesfalls mehr den klassischen Unternehmern der vergangenen Generationen. Ein gutes Beispiel der alten Schule ist das Haus Trigema, welches erfolgreich und nach alter Sitte von Herrn Dipl. Kfm. Wolfgang Grupp geführt wird. Herr Grupp hat die Erfolgsgeschichte von der schwäbischen Alb tatkräftig mitgestaltet und strebt mittlerweile den Generationenwechsel an. Trigema bietet dabei einen hervorragenden Kontrast zur heutigen Wirtschaftswelt.

Komplex, unübersichtlich und schnelllebig ist das Geschäft geworden. Klassische Berufsbilder verschwimmen und kreieren sich neu. Ganze Märkte entstehen quasi über Nacht. Vielfach werden Unternehmen im Sinne der zeitlichen Anpassung generalüberholt.

Da fällt es besonders Kleinunternehmern schwer den Überblick zu behalten und klare Entscheidungen zu treffen, die das Unternehmen möglichst nicht belasten. Es ist es absolut verständlich und auch sinnvoll, wenn sich Unternehmer und besonders Existenzgründer für gewisse Fachgebiete patente Helfer wie Steuerberater, Rechtsanwälte oder den Versicherungsmakler des Vertrauens zu Hilfe holen.

Dieser Beistand ist teuer, aber teilweise unerlässlich geworden. Man könnte sagen: Leider unerlässlich geworden. So ist es bemerkenswert, dass über die Hälfte aller weltweit gedruckten Steuerpublikationen aus der Regulierungswut deutscher Beamte stammen.

Es ist dann besonders ärgerlich, wenn festgestellt werden muss, dass Vertrauen missbraucht wurde und beispielsweise unsinnige Versicherungen die lediglich den Ertrag eines Unternehmens schmälern, die Kassen des Maklers füllen, durch den vertrauten Versicherungsmakler zum Abschluss empfohlen wurden und man nicht weiter über die Sinnhaftigkeit nachgedacht hat.

  • Hierzu gehören ebenso provisionsträchtige wie sinnlose Versicherungen, beispielsweise die Insassen Unfallversicherung oder die Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr. Die Bedeutung einer Unfallversicherung innerhalb eines Vorsorgekonzeptes ist dabei völlig unbestritten.
  • Die Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr aber verursacht hohe Kosten, wenn ein passender Versicherungsschutz tatsächlich gewählt wird und die Auszahlung – Gewinnbeteiligung genannt – dabei deutlich unter dem Niveau eines Sparbuches ist.

Der Nutzen für die Versicherten ist außerordentlich zweifelhaft, zumal eine Lebensversicherung bei einem durchschnittlichen Anbieter ertragsreicher wäre.

  • Ähnlich unsinnig ist die Insassen Unfallversicherung, die meist als Zusatz zur Kfz-Versicherung abgeschlossen wird. Auch hier ist die generelle Absicherung gegen Unfall, also weltweit und ohne Einschränkungen die beste Entscheidung.

Aus den vorgenannten Gründen wird klar, dass bei allem Vertrauen leider kein Selbstständiger darauf verzichten kann, abgeschlossene Verträge regelmäßig selbst kritisch zu überprüfen. Selbstverständlich geht es nicht um ein allgemeines Misstrauen und auch nicht darum, unverzichtbare Helfer die einen Selbstständigen unterstützen und begleiten unter Generalverdacht zu stellen. Doch der Unternehmer sollte immer, völlig unabhängig von der Betriebsgröße, den Überblick über abgeschlossene Verträge behalten.

Der optimale Fall, diesen Dienstleistern quasi „blind“ zu vertrauen ist eine Situation, die im Laufe der Jahre entstehen kann. Doch auf was kann und soll beispielsweise bei einem Unternehmensgründer ein derartiges Vertrauen basieren? Hier ist es sicherlich sinnvoll Empfehlungen von Betroffenen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden einzuholen.

Oftmals bietet das Internet die besten Quellen um sich über sinnige und unsinnige Versicherungen zu informieren. Sollte dies nicht genügen, dann stehen möglicherweise gute Geschäftspartner mit einem qualifizierten Rat zur Seite. Jedoch ist blindes Vertrauen oftmals der falsche Weg.

Fazit
Ein Unternehmer soll in allen Bereichen Profi sein. Da dies für die meisten kaum möglich erscheint, müssen zwangsläufig Partner und andere Dienstleister herangezogen werden, die oftmals mit teuerem und hin und wieder mit falschem Rat zur Seite stehen. Dabei können fatale Fehlentscheidungen bei der Versicherungswahl über Jahre hinweg die Liquidität des Unternehmens belasten. Es gilt die Devise, jeden Vertragsabschluss mindestens ein Mal zu überdenken und darüber zu schlafen.

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Eine Antwort auf Kleinunternehmer und Mittelstand im Schutz der unsinnigen Versicherungen

  1. Mike sagt:

    Finde ich echt gut, dass sich mal jemand mit dem Thema auseinandersetzt, ohne gleich mit dem Versicherungs”staubsauger” ins Haus zu fallen.
    Ich kenne einige Gründer, die sind so wie ich damals auch auf absolute Sparflamme gegangen sind mit ihrem Versicherungsschutz. Wenn man sich da über alle Fallen, Tricks, “Wenn XY dann wird aber doch nicht oder nur % erstattet…” schlau machen wollte, könnte man gleich in diese Branche wechseln.

    Beste Grüße
    Mike

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