Steuerliche Absetzbarkeit von Kosten durch Auswärtstätigkeiten

Unternehmer können nach deutschem Recht verschiedene Ausgaben geltend machen und dadurch die Steuern mindern, die sie zahlen müssen. Neben Kommunikationskosten und Betriebsausgaben können Unternehmer Kosten geltend machen, die infolge von Auswärtstätigkeiten entstanden sind. Da Unternehmer oftmals unterwegs sind, nimmt diese Geltendmachung eine wichtige Position ein. Aufwendungen, die infolge von Auswärtstätigkeiten entstanden sind, werden auch als Reisekosten bezeichnet.

Wann liegt eine berufliche Auswärtstätigkeit vor?

Möchten Unternehmer Kosten geltend machen, die infolge von Geschäftsreisen entstanden sind, muss eine Auswärtstätigkeit vorliegen. Eine Auswärtstätigkeit liegt nach deutschem Recht immer dann vor, wenn sich ein Unternehmer außerhalb der Wohnung oder des Betriebes befindet. Grundsätzlich können nur die Reisekosten geltend gemacht werden, die aufgrund der beruflichen Auswärtstätigkeit entstanden sind.

Wollen Unternehmer Kosten dieser Art von der Steuer absetzen, können sie sowohl Pauschalbeträge nutzen als auch die tatsächlichen Aufwendungen, die durch Quittungen belegt werden können. Unterschieden wird nach deutschem Recht zwischen dem Verpflegungsmehraufwand und den Übernachtungskosten. Alle Kosten, die dem Verpflegungsmehraufwand zugesprochen werden müssen, können durch die Verpflegungspauschalen des deutschen Rechts geltend gemacht werden. Hingegen müssen Übernachtungskosten mit Quittungen, wie zum Beispiel Hotelrechnungen belegt werden.

Grundsätzlich kann auch die Mehrwertsteuer, die in den Hotelrechnungen vorhanden ist, steuerlich geltend gemacht werden, da es sich um eine Vorsteuer handelt. Diese kann von der Umsatzsteuer, die ein Unternehmen zahlen muss, abgezogen werden. Die restlichen Aufwendungen werden als klassische Unternehmer Kosten angesehen und können vom Umsatz abgezogen werden.

Die Fahrtkosten bei Auswärtstätigkeiten

Häufig entstehen für Unternehmen bei Auswärtstätigkeiten Fahrtkosten, da sie die meisten Termine mit dem eigenen Firmenfahrzeug wahrnehmen. Fahrtkosten werden nach deutschem Recht unterschiedlich behandelt. Dabei kann zwischen den tatsächlichen Kosten und der Reisekostenpauschale unterschieden werden. Als tatsächliche Kosten werden alle Kfz-Kosten angesehen, die infolge der Nutzung entstanden sind. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um die Kosten für Diesel oder Benzin. Bei der Reisekostenpauschale handelt es sich um kilometerabhängige Fahrtkosten. Wer die Reisekostenpauschale nutzt, kann bei diesen Kosten keine Vorsteuer geltend machen. Alle Aufwendungen, die durch berufliche oder auch betriebliche Geschäftsreisen entstanden sind, können sowohl als Werbungskosten als auch als Reisekosten geltend gemacht werden.

Die steuerliche Geltendmachung

Möchte ein Unternehmer Kosten geltend machen, die infolge einer Auswärtstätigkeit entstanden sind, kann zwischen verschiedenen Aufwendungsarten unterschieden werden. Das deutsche Steuerrecht unterscheidet vier Formen von Reisekosten. Zu diesen gehören die Verpflegungsmehraufwendungen, die Reisenebenkosten, die Übernachtungskosten und die Fahrtkosten. Diese Kosten können als Steuervergünstigungen von Unternehmen geltend gemacht werden. Besondere Regelungen gelten jedoch bei gemischten Aufwendungen. Hinter diesen verbergen sich Kosten, die bei Reisen entstanden sind, die sowohl geschäftlicher als auch privater Natur waren.

Bei gemischten Reisen dürfen grundsätzlich nur die Kosten geltend gemacht werden, die im Rahmen der gewerblichen Tätigkeit entstanden sind. Private Aufwendungen dürfen nicht für Steuervergünstigungen genutzt werden. Das deutsche Steuerrecht unterscheidet an dieser Stelle deutlich zwischen abziehbaren und nichtabziehbaren Aufwendungen. Werden Übernachtungskosten beim Finanzamt geltend gemacht, müssen die entsprechenden Belege vorhanden sein. Demnach kann nur dann eine Hotelrechnung abgezogen werden, wenn diese als Quittung dem Unternehmen vorliegt. Liegt die Quittung nicht vor und die Ausgaben werden trotzdem geltend gemacht, kann es im Rahmen einer Steuerprüfung grundsätzlich zu Nachzahlungen oder gar zu einer schmerzhaften Geldstrafe kommen. Bei Inlandsreisen kann alternativ ein Pauschalbetrag für die Übernachtung geltend gemacht werden.

Der Artikel wurde von www.betriebsausgabe.de geschrieben und zur Verfügung gestellt.

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