Offline-Marketing – Todgesagte leben länger

Werben ohne Internet? Geht das überhaupt noch? Natürlich wird ein Werbefachmann in einem Marketingplan das Internet immer berücksichtigen. Das muss aber nicht sein. Werbung sollte sich nach dem Produkt oder Dienstleistung richten, die sie bewirbt. Da kann unter Umständen das Internet außen vor bleiben.

Werben im Offline-Modus

Was ist denn überhaupt offline Marketing? Einfach gesagt, alle Medien und Kommunikationsmittel, die zur Verbreitung von Informationen oder Werbung das Internet “nicht” nutzen.
Darunter fallen viele Printprodukte (eine Übersicht gibt es bei Flyerpilot), die für verschiedenste Werbezwecke geeignet sind. Ohne Frage besitzt das Internet sowohl regionalen Charakter wie auch internationale Ausmaße.

Doch stellt sich natürlich bei vielen Betrieben gerade des Mittelstandes die Frage, wozu Geld in das Internet zu investieren, wenn daraus sich keine Absatz ergibt, weil die betreffende Zielgruppe das Internet kaum zum Einkauf von Produkten oder Dienstleistungen nutzt. Für Kleinbetriebe, die nur von Lauf- und Stammkundschaft leben, lohnt sich das Internet als Marketing-Plattform nicht. Dazu muss auch klar gesagt werden, dass viele Kunden nach wie vor den direkten Kontakt im Ladengeschäft suchen. Wenn auch die Bestellungen über das Internet ständig steigen, so wird der hauptsächliche Umsatz gerade im Einzelhandel in den Ladengeschäften gemacht. Der Mittelstand sowie Kleinbetriebe aus dem Food und Non-Food Bereich können andere Werbeformen effektiver nutzen.

Klassisches Marketing

Das wohl klassische und erstaunlicherweise immer noch gewinnträchtigste Marketing ist das Direkt-Marketing. Der Einsatz ist die persönliche Überzeugungskraft des Verkäufers und sein Produkt oder Angebot. In den meisten Fällen ist es Geld gegen Ware mit sehr kurzen logistischen Wegen und minimalem geschäftlichem Aufwand.

Zudem funktioniert das Direkt-Marketing überall auf der Welt mit den gleichen Werkzeugen. Fahrende Händler, die von Markt zu Markt zogen, waren die ersten erfolgreichen Betreiber des Direkt-Marketings. Neben der einfachen Vertriebsform beinhaltet das Direkt-Marketing einen weiteren Vorteil, den der Verkäufer immer auf seiner Seite hat. Die Preisgestaltung kann völlig frei erfolgen. Kein potenzieller Kunde wird auf die Idee kommen, sein Smartphone zu ziehen und über die Suchmaschine einen Preisvergleich anzustellen.

Print Marketing

Dem klassischen Marketing folgte mit dem Aufkommen der Zeitungen und Zeitschriften das Print-Marketing, das nach wie vor genutzt wird. Natürlich klagen die Verlagshäuser über schwindende Einnahmen aufgrund der Konkurrenz durch das Internet. Trotzdem sind Tageszeitungen immer noch eine wichtige Informationsquelle für Menschen aus allen Bereichen und große Tageszeitungen besitzen in der Geschäftswelt ein gewisses Prestiges. Eine Veröffentlichung in einem wichtigen Wirtschaftsblatt hat nach wie vor mehr Gewicht als ein Twitter-Account. Dazu zählt natürlich ebenso, dass davon ausgegangen wird, dass die Informationen in einer Wirtschaftszeitung oder einer Tageszeitung allgemein mehr journalistisches Gewicht besitzt wie ein Artikel im Internet. Die ungeheure Masse an Informationen, die über das Internet abrufbar sind, macht das Medium in den Augen vieler Menschen etwas unglaubwürdig.

Die größere Ernsthaftigkeit der Tageszeitung nützt dem Print-Marketing in der Form, das Inserate mehr Aufmerksamkeit bekommen. Zudem werden Anzeigen auf Zeitungsseiten eher gelesen als noch so bunte und bewegte Bilder auf Internetseiten. Ein großes Unternehmen wird einen neuen Mitarbeiter für die Führungsetage immer noch über ein Inserat in den wichtigen Wirtschaftszeitungen suchen. Alleine schon, um die eigene Glaubwürdigkeit zu manifestieren.

Kleinere Unternehmen, aber auch ganze Ketten nutzen in sehr starkem Maße das altbekannte Flugblatt zur regionalen Werbung. Das lohnt sich. Wenn auch so mancher Bürger über verstopfte Briefkästen klagt, so erhalten Flugblätter mit aktuellen Angeboten eine große Aufmerksamkeit. Der Vorteil für den Kunden wie für den Gewerbetreibenden liegt auf der Hand. Das Unternehmen kann zum Beispiel durch die Flugblattwerbung schnell Produkte anbieten, die sonst das Lager für neue Ware verstellt und der Kunde bekommt ein Schnäppchen angeboten, das gleich um die Ecke im Regal liegt. Den direkten Kontakt zwischen Verkäufer und Kunden wird das Internet wohl auf lange Sicht nicht verhindern und solange werden auch klassische Marketing-Instrumente bestehen.

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