WordPress NoFollow DoFollow Plugin Vergleich

In diesem Artikel möchte ich auf das „Mysterium“ NoFollow und DoFollow eingehen, welches immer noch in vielen Blogs diskutiert wird. Dabei stelle ich verschiedene Möglichkeiten vor, mit NoFollow und DoFollow Links umzugehen.

Suchmaschinenmarketing, Content, Linkjuice und Promotion, sind Schlagwörter, in deren Zusammenhang gesetzte Links, meist in Anlehnung an SEO, mit der HTML-Notation rel=”nofollow” versehen werden.

Ziel ist es, die Linkpopularität der eigenen Seite zu schützen, die Linkvererbung weitgehend zu regulieren und somit möglichst wenig wertvollen Linkjuice an Kommentatoren oder einfach andere Websitebetreiber abzugeben. Gleichzeitig werden durch die Regulierung, DoFollow-Links „also normale Links“ in der Bedeutung gestärkt.

Dieses Werkzeug findet genauso viele Befürworter wie Verfechter.

Eine so genannte Neutralisierung von Links kann entweder unglaublich klug sein, um die Wertigkeit zu stärken und zu steigern, oder einfach egoistisch und plump.

Bei der Verwendung von NoFollow geht meinem Erachten nach, die Grundidee des Internets verloren. Das Internet dient dem Informationsaustausch und der Vernetzung zwischen einander. Natürlich kann nun der Einwand eingebracht werden: „Meine Nachbarn suche ich mir schon selber aus“, aber welcher Nachbar möchte weitgehend von der Gemeinschaft isoliert werden?

Der strikte und unüberlegte Einsatz von NoFollow kann zu einem schlechten Anlaufen oder gar zum langsamen sterben des Blogs oder einer Website führen.

Die logische Schlussfolgerung für jeden SEO-Politiker sollte also lauten: DoFollow 4 all.

So schlecht ist NoFollow gar nicht

Wenn WordPress beispielhaft seinen Anwendern die Möglichkeit gelassen hätte eigenständig zu entscheiden, welcher Link als NoFollow gekennzeichnet werden soll und welcher nicht, dann hätte dieses Werkzeug auch eine Daseinsberechtigung.

NoFollow richtig eingesetzt, dient mehr der Warnung oder als wichtiger Hinweis für Google und uns Nutzer auf bestimmte Inhalte im Netz, die zwar wahrgenommen, aber nicht unbedingt im Bekanntheitsgrad gestärkt werden sollen.

Meiner Meinung nach wurde NoFollow nicht dazu geschaffen um LinkJuice zu verwahren, sondern als Zeigefinger für die Gemeinschaft.

Oder möchten Sie einen Link auf fragwürdige Inhalte setzten, damit dieser durch hundertfache weitere Verlinkungen „DoFollow“ die obersten Positionierungen bei Google erreicht?

Google hingegen hat im Jahre 2005 das Attribut eingeführt um unter anderem Kommentarlinks und Links aus Gästebüchern etc. zu entwerten, da diese Möglichkeit die Linkpopularität zu steigern von Suchmaschinenoptimierern missbraucht wurde. (wird)

Festgestellt haben wir, dass NoFollow durch die SEO Politik ein Image erlangt hat, welches den Sinn verkennt und von der Mehrheit zum eigentlichen Einsatzzweck nicht verwendet wird.

Da Unternehmen Firma die DoFollow Strategie verfolgt und nur bei Bedarf einen Link für die Vererbung von Linkjuice mit dem NoFollow Befehl sperrt, wurden für diesen Zweck verschiedene Plugins miteinander verglichen, die in die engere Wahl kamen.

140 Follow

Version 2.0 Von Daniel B. | 140 Follow Plugin-Seite

140 Follow ist ein sehr einfaches Plugin, welches es dem Blogbetreiber erlaubt eine beliebige Mindestzeichenzahl im Adminbereich einzugeben, damit die Kommentare automatisch von NoFollow auf DoFollow gesetzt werden. (rel=”external nofollow” wird durch rel=”external” ersetzt)

140follow Plugin

Screenshot 140follow Plugin

Sollte es Wunschgemäß trotzdem ein Kommentar geben, bei dem „NoFollow“ eingesetzt werden soll, so ist dies einfach bei dem jeweiligen Kommentar (Bearbeiten) möglich. Ergänzen Sie dazu den Link einfach mit “/dontfollow”.

Dieses Plugin gibt den Follow und den NoFollow Link mit dem Zusatz „external“ aus.

Auszug aus dem Quelltext:

Follow

<cite><a class="url" href="http://www.x.de" rel="external">keyword</a></cite>

NoFollow

<cite><a class="url" href="http://www.x.de" rel="external nofollow">keyword</a></cite>

Nofollow Case by Case

Version 1.2.0.1 von Oliver Bockelmann | Nofollow Case by Case Plugin-Seite

Nofollow Case by Case ist ein gut durchdachtes und schlichtes Plugin von Oliver Bockelmann. Bekanntlich gibt WordPress alle Kommentare mit dem NoFollow Attribut aus und verwendet dazu standardmäßig: rel=’external nofollow’. Der Entwickler dieses Plugins hat aus rel=’external nofollow’ nun rel=’nofollow’ gemacht, da er dies für die bessere Alternative zu der WordPressentwicklung hält. So wird zumindest diversen Suchmaschinen das Unterscheidungsmerkmal „Es handelt sich hierbei um Kommentarlink“ genommen.

Das Plugin lässt eine manuelle NoFollow-Veränderung direkt in der Kommentarbearbeitung zu. Dazu muss lediglich der gewünschte Link mit /dontfollow ergänzt werden. Einen administrativen Bereich für Einstellungen gibt es nicht.

Dieses Plugin gibt den Follow und den NoFollow Link ohne den Zusatz „external“ aus.

Auszug aus dem Quelltext:

Follow

<cite><a class="url" href="http://www.x.de">keyword</a></cite>

NoFollow

<cite><a class="url" href="http://www.x.de" rel="nofollow">keyword</a></cite>

NoFollow Free

Version 1.6.3 von Michele Marcucci | NoFollow Free Plugin-Seite

Dieses WordPress Plugin entfernt wie die anderen Plugins auch das NoFollow Attribut aus Ihrem WordPressblog. Ihre Blog wird von NoFollow befreit. Sofern Sie es möchten, werden die Links des Autors und die Links aus den Kommentaren editiert.

NoFollow Free Plugin

Screenshot NoFollow Free Plugin

Ein nettes Feature ist die Möglichkeit NoFollow nach xy Kommentaren automatisch entfernen zu lassen. Der Adminbereich ist dabei etwas umfangreicher und bietet neben der Sprachwahl unter anderem folgende Wahlmöglichkeiten zur NoFollowverwaltung: Link des Autors, Link des Kommentars, Link des registrierten Autors, Link des registrierten Kommentars und eine praktische Blacklist für automatisches NoFollow bei bestimmten Wörtern.

Dieses Plugin gibt den Follow und den NoFollow Link mit dem Zusatz „external“ aus.

Auszug aus dem Quelltext:

Follow

<cite><a class="url" href="http://www.x.de" rel="external">keyword</a></cite>

NoFollow

<cite><a class="url" href="http://www.x.de" rel="external nofollow">keyword</a></cite>

SMu Manual DoFollow

Version 1.6.3 von Stefan Murawski | SMu Manual DoFollow Plugin-Seite

SMu Manual DoFollow ist von den hier vorgestellten Plugins, jenes mit den meisten Einstellmöglichkeiten. Der administrative Bereich wurde auf die Bedürfnisse der Nutzer angepasst, die ein wenig mehr Entscheidungsgewalt über die gesetzten Links haben möchten.

smu dofollow Plugin

Screenshot smu dofollow Plugin

Stefan Murawski setzt auf Komfort und Nutzerfreundlichkeit. Sein Plugin setzt alle Trackbacks und Pingbacks auf DoFollow, hinzu darf der Blogbetreiber bei der Moderierung von Kommentarlinks entweder auf einen Automatismus setzen oder manuelle Veränderungen vornehmen.

Eine Statistik und ein url Validator, der alle DoFollow Links von Zeit zu Zeit auf Erreichbarkeit prüft, runden das Plugin im Funktionsumfang zwar noch nicht ab, sind aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Dieses Plugin gibt den Follow ohne und den NoFollow Link mit dem Zusatz „external“ aus.

Auszug aus dem Quelltext:

Follow

<cite><a class="url" href="www.x.de" target="_blank"> keyword </a></cite>

NoFollow

<cite><a class="url" href="www.x.de" rel="external nofollow" target="_blank">keyword</a></cite>

SMu Manual DoFollow setzt meiner Auffassung nach, die meisten Anforderungen, die ich an ein derartiges Plugin habe um, daher fiel die Entscheidung nach langen Recherchen auf Smu Manual DuFollow, werde es aber noch über einen längeren Zeitraum testen.

Meine Beweggründe für SMu Manual DoFollow Plugin:

  • DoFollow Plugin ein- und ausschaltbar ohne Hinterlassenschaften in den modifizierten Links. (kein /dontfollow Zusatz)
  • DoFollow kann bei Kommentatoren, den Verweisen in Kommentaren und bei Pingbacks und Trackbacks einzeln aktiviert und deaktiviert werden.
  • Links können bei Bedarf im neuen Fenster geöffnet werden.
  • Integrierter Automatismus für DoFollow Links ab xy Kommentare.
  • Url Eingabefeld kann bei älteren Kommentaren versteckt werden, so das Spam möglicherweise eingedämmt wird.
  • Bei Follow Links wird auf das Attribut „external“ verzichtet, leider aber nicht bei NoFollow Links.
  • Integrierter URL Validator, der aber nur in Verbindung cURL funktioniert.

Natürlich sind die anderen Plugins auch nicht von schlechten Eltern und realisieren allesamt den NoFollow, DoFollow Status. Die Wahl sollte jeder Anwender nach persönlichen Bedürfnissen treffen. Empfehlenswert sind sie alle.

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5 Antworten auf WordPress NoFollow DoFollow Plugin Vergleich

  1. Alex sagt:

    Ich nutze das NoFollow Free und bei mir haben alle Kommentare Follow. Was habe ich davon wenn es auf NoFollow ist. Der Geiz unter Webmastern ist manchmal schlimm, obwohl sich die Lage die letzten Jahre gebessert hat.
    Grüße,
    Alex

  2. Carsten Todt sagt:

    Das nofollow nutzt niemandem etwas. Die dofollow-Blogs werden sehr viel häufiger gesucht, gelesen und kommentiert. Zudem gibt es auch noch weniger dofollow-Blogs, weshalb die Wahrscheinlichkeit, dass diese zahlreichen Suchanfragen zu einem guten Stück auf dem eigenen dofollow-Blog landen, auch noch recht groß ist. Das sollte man doch als Blogger gern nutzen. ;-)

  3. Marcel sagt:

    Danke für diesen übersichtlichen Beitrag. Ich hab bis jetzt “Do Follow” genutzt und werde wahrscheinlich umsteigen, dank deinem Post.

  4. Herzlichen Dank für diesen blitzsauber dargestellten Vergleich und das notwendige Grundwissen. Das hatte ich schon. Aber jetzt auch das richtige WP Plugin dazu. Und jetzt bin ich erst mal nur noch gespannt, ob ich einen nofollow, dofollow, mit oder ohne external, oder überhaupt keinen Backlink für diesen Kommentar registriere. In jedem Fall wünsche ich frohes weiterfirmen!

  5. Danke für die Rückmeldungen. Dofollow ist einfach der bessere Weg. Was spricht dagegen? Nicht viel! NoFollow als Werkzeug sollte nur gezielt eingesetzt werden. Dann klappt es auch mit den Nachbarn.

    Gruss Artur Nietsch

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