Immer auf der Suche. Goolge – die Supersuchmaschine kommt

In den vergangenen Jahren hat sich im Sektor der Suchmaschinen viel getan. Google baut seine Machtposition immer weiter aus, vertieft das Netzwerk und versucht neue Markanteile zu bestreiten. Was früher einfach eine Suchmaschine war, mutiert heute zu einer Supersuchmaschine, die mittlerweile in fast alle Lebensbereiche vordringt, (vordringen kann).

Die Politik und Datenschützer stürzen sich auf die Weltkonzerne, vor allem auf Google und versuchen die Privatsphäre der Gesellschaft mit unzähligen Debatten zu schützen. Währenddessen schleichen sich Google aber auch andere namhafte Anbieter, wie Microsoft in die sensibelsten Lebensbereiche vor. Sie nagen praktisch am Puls der Zeit, nehmen am Einkaufserlebnis teil, verfolgen hochsensible Transaktionsbereiche und kontrollieren auch sonst fast jede Bewegung im Web. Unheimlich oder? Das ist Realität.

Der amerikanische Konzern scheint eine intelligente Strategie zu verfolgen, die auch Wirkung zeigt. Früher nannte man dies „von hinten heranpirschen“. Im ganzen Gewusel merkt die Gesellschaft nur bedingt, dass Google bereits fast allgegenwärtig ist und ich spreche nicht von TV Werbung. Wie die Amerikaner es gern haben: big, bigger am biggesten.

Der Onlinewerbemarkt wird seit jeher von Google beherrscht, dafür hat unter anderem die Erfolgsgeschichte von AdSense beigetragen. Weiter schwimmt Google auf der Erfolgswelle mit dem Betriebssystem „Android“ für Handy´s und Tabletcomputer immer weiter.

Welches Betriebssystem hat Ihr Smartphone? Etwa Android?

Zwar habe ich den Open Source-Browser „Chrome“ auch bei mir zu Testzwecken kurz nach Einführung im Jahr 2008 am 02. oder 03. September getestet und aktuell wieder, aber dabei blieb es auch. Wenn man den Browsermarkt zur Grunde legt, dann hält heute Google Chrome beachtliche Marktanteile.

Der Google Browser Chrome konnte wie Safari auch in den letzten Monaten an Bekanntheitsgrad deutlich zulegen. Damit ist es nur eine Frage der Zeit, bis Microsoft und der Internetexplorer die Marktherrschaft an die Mitbewerber abgeben wird. Google Chrome überzeugt mit einfacher Gestaltung und fortschrittlicher Technologie.  Dabei setzt Google auf Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit. Google ist nicht alleine! Nennenswerte Browser – Mitbewerber sind:

  • Internetexplorer (IE)

Der Explorer von Microsoft regiert “noch” die Websitedarstellungen. Schon alleine deshalb, da er auf den meisten Computern im Auslieferzustand gleich mitinstalliert ist. Als Monopolist hat Microsoft lange Zeit Marktanteile abgeben müssen, da die Nutzerfreundlichkeit in den letzten Jahren auf der Strecke geblieben ist und scheinbar im Hintergrund stand. Mittlerweile reagiert Microsoft auf die aktuelle Marktlage und rüstet im Bereich der Sicherheit und Funktionalität nach. Zu spät? Mitbewerber wie Firefox & Co. haben dies bereits früher erkannt.

  • Opera

Der Opera Browser überzeugt mit einigen guten Erweiterungen wie z.B. dem Feedreader und ist recht leicht zu bedienen. Sein Manko liegt wie beim Internetexplorer auch in der fehlerhaften Darstellungen manch einer Website. Das bügelt aber das Multiple-Document-Interface (Site in Site Darstellung) aus. Trotz der kleinen Schwächen ist der Opera als Zweitbrowser recht interessant und wird für Windows, Mac, Linux etc. bereitgestellt. Auch auf Konsolen von z.B. Nintendo leistet er gute Dienste.

  • Firefox

Microsoft dicht auf den Fersen. Firefox als kostenloser Browser hat über die Jahre seine Marktanteile erweitern und festigen können. Firefox erobert das Internet, weil die Entwickler viel Wert auf modulare Erweiterungen legen. Wie bei Worpress auch, ist dieser Service für den Anwender von erheblicher Bedeutung, da nur so die Anpassung des roten Fuchses an unzählige Anforderungen ermöglicht wird. Entwickler dieses Dienstes fügen immer neue Ergänzungen hinzu. Dabei ist neben der Schnelligkeit und der Zuverlässigkeit die Sicherheit nicht auf der Strecke geblieben.

  • Safari

Mit Safari ist natürlich nicht “die Safari” gemeint sondern der Browser von Apple. Ausgelegt für das Betriebssystem Mac OS X und seit dem 11. Juni 2007 auch für Microsoft Windows, verspricht Apple neue Standards beim Surfen. Apple wirbt im Google Suchindex mit dem Seiten Titel: “Intelligenter und besser im Web surfen”. Im Design zeigt sich der Browser hübsch, schlicht und übersichtlich. Bei der Verteilung der Marktanteile im Browser-Bereich hat Safari durchaus zugelegt.

Quelle: Google Analytics (Das Kontrollzentrum für Webmaster)

Oben genannte Browseranteile basieren auf Besucherzahlen eigener Projekte.

Bedingt durch den starken Wettbewerb, hat es Google im Browserbereich etwas schwerer den Mitbewerbern “Schweißperlen” auf die Stirn zu treiben.

Anders sieht es im Bereich des Suchmaschinen aus.

Google macht mehr als die Hälfte seines Umsatzes mit der Google Suchmaschine und durch kontinuierlichen Ausbau wird dieser Anteil in naher Zukunft weiter wachsen. Dabei setzen sich die Google Suchdienste vom Wettbewerb immer weiter ab.

Ein Problem welches mit dieser Entwicklung einhergeht

Google als Suchmaschine Nr.1 lenkt die Massen und das aus zweierlei einfachen Gründen:

1. Der Suchende gibt ein Suchwort ein

2. Die Suchmaschine präsentiert möglichst passende Suchergebnisse

Mehr braucht es nicht, um in der heutigen Zeit den Nutzer ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Der Verbraucher hat sich schon längst an diesen einfachen und doch sehr nützlichen Service gewöhnt und möchte ihn bestimmt nicht missen.

Auf diesem Bereich hat Google kürzlich einige Neuerungen bzw. Verbesserung eingeführt:

Google Suggest und Google Instant. Auf der einen Seite werden Suchabragen vervollständigt und auf der anderen Seite die Suche fein- und tiefgründiger.
Eine weitere Neuerung ist Google Thumbnails, dabei erhält der Nutzer eine kleine Vorschau des Suchergebnisses in Bildform, ohne die Seite im Browser aufrufen zu müssen. Besonders diese Funktion gilt bei Datenschützern als Umstritten, da Google sich scheinbar das Recht herausnimmt, die Inhalte eines Drittanbieters zu eigen zu machten, ohne das Copyright zu berücksichtigen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat nach der erfolglosen Klage einer Malerin entschieden, dass bei der Bildersuche (Thumbnail Vorschau) keine Urheberrechte verletzt werden.

Um dieses Thema näher zu beleuchten empfehle ich den Artikel auf Stern.de:

Bei der oben angesprochenen Abhängigkeit schaut es auf der Seite der Websitebetreiber anders aus. Einige Dienstleister sind von Google Besucherströmen in den letzten Jahren abhängig geworden und so geraten eben diese Dienstleister in eine Schachmatt-Situation.

Entweder werden die Google Services weiter genutzt und die zwanghafte WinWin Situation bleibt bestehen, oder man orientiert sich in andere Richtungen, krempelt seine Marketingstrategie um und geht ein unbekanntes, vor allem erhöhtes Risiko ein.

Wie bei einem gut sortiertem Depot, sollte der Anleger natürlich nicht nur in einen Wert investieren, sondern in eine gesunde Mischung aus den verschiedensten Anlagemöglichkeiten. Dies schimpft sich auch: Risikostreuung.

Bleibt uns die Möglichkeit der Risikostreuung wegen Monopolisten wie Google wirklich verwehrt, oder sind wir einfach zu bequem geworden?

Zugegebenermaßen muss ich gestehen, auch bei meiner Kundengewinnung überwiegend auf gute Positionierungen in den organischen Ergebnissen von Googel zu setzen. Google bietet mir unzählige Möglichkeiten und Services an, die den workflow erleichtern.

Haben wir den Alternativen? Etwa Facebook Marketing & Co.?

Erst wenn man das Gesamtbild des Machtkonzerns aus der Entfernung begutachtet, merkt der eine oder andere die rasante Entwicklung und sieht wie viele Zweiggeschäfte von Google bereits erfolgreich etabliert worden sind.

Fazit:
Google ist derzeit die Web-Macht überhaupt und wir als Nutzer müssen entscheiden, wie mächtig ein Unternehmen werden darf. Bisher sind einige Aktionen und Vorstöße des Konzerns zwar fragwürdig, aber es wird uns auf der Gegenseite viel geboten. Google hat das Internet und den Marketingbereich revolutioniert.

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3 Antworten auf Immer auf der Suche. Goolge – die Supersuchmaschine kommt

  1. Pingback: Google macht Werbung für Chrome

  2. Alex sagt:

    Hallo Artur,
    verdammt guter Artikel und beschreibt genau das was ich auch denke. Ich habe diesen Artikel verlinkt bei mir im Blog.

    Grüße,
    Alex

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