Blog Crash – Weshalb Blogger aufgeben

In der Hoffnung es nie selbst erleben zu müssen, möchte ich mit diesem Artikel einige Gründe aufzählen, welche meinem Erachten nach zum Aufgeben eines Blogprojektes verleiten können. Das Bloggen ist eine Massenbewegung, die mittlerweile durch Facebook und Co. etwas an Schwung verloren hat. Das Massensterben von Blogs hat aber gerade erst begonnen.

Konkrete Studien und Zahlen habe ich zu diesem Thema nicht gefunden, daher möchte ich mich auf mein Bauchgefühl und Hörensagen verlassen.

Private Tagebuch-Blogs, deren Führung, dann doch mehr mit Lust und Laune zu tun haben, stehen nach meinen Recherchen an oberster Stelle der sterbenden Blogs. Gefolgt von jenen Bloggern, die schnelles Geld mit Werbeeinblendungen verdienen wollten.

Es sei festzuhalten, dass mit jedem sterbenden Blog die Informationsvielfalt im Netz geringer wird und große Medienunternehmen wie Spiegel und Co., die Lücken füllen werden. Außer es findet sich genug Nachwuchs, z.B. durch das „ich nenne es mal so“ Rekrutieren von Bloggern. Viele Webblogs, wie auch Unternehmen Firma haben sich zum Thema gemacht, junge Existenzgründer den Weg zum erfolgreichen Bloggen zu erleichtern.

Das Blogsterben hat auch positive Seiten: Renommierte Platzhirsche, die aus der Blogosphäre verschwinden verhelfen jungen, frischen Bloggern die Chance zu nutzen und neue Wege zu gehen.

Idealerweise entsteht neben den übrigen etablierten Blogs, die Ihre Leserschaft erhöhen können, eine neue Kommunikations-Schicht, mit neuen Sichtweisen und Ideen.

Mögliche Ursachen

Bloggen kann und sollte eine Leidenschaft, ein Hobby oder eine Berufung sein. Aber wie in der Liebe auch, erlischt oftmals die glühende Flamme und man sucht nach Ausflüchten und Ausreden.

Oft habe ich mich selbst dabei ertappt, wie ich ein Projekt nicht konsequent verfolgt habe. Seit Beginn meiner Selbständigkeit im Jahre 2003 müssen es dutzende Projekte gewesen sein. Doch das ist nicht weiter tragisch, wenn am Kerngeschäft festgehalten wird. Nur durch Versuch und Irrtum ist Fortschritt und Entwicklung möglich.

Langeweile ist ein weiterer Grund und dann, wer kennt es nicht, ein Tapetenwechsel oder gar ein neues Projekt muss her.

Nicht der Nutzer sucht das Webblog aus, sondern das Blog entscheidet sich für einen bestimmten Blogger. Und somit kommen wir zum nächsten meines Wissens nach entschiedenem Grund, weshalb Blogs sterben.

In der vorherigen Recherche liegt der Hund begraben. Die richtige Nische, die dann noch zu einem passt, ist unheimlich schwer zu finden. Dabei spielen unzählige Faktoren, wie eigene Vorlieben, Zeit, Fachwissen etc. eine entscheidende Rolle. Der Fehler liegt darin, dass man sich für das falsche Thema entscheidet und der Aufwand der Wissensbildung einfach zu groß. Durchhaltevermögen ist nicht nur eine Tugend, sondern ein Muss und bei Muss hört bei den meisten der Spaß auf.

Die Zukunft des Blogs

Webblogs haben einen Platz im Internet gefunden und werden wie Foren und Chat-Communitys niemals von der virtuellen Bildfläche verschwinden. Webblogs haben ein Recht auf Koexistenz. Ohne Webblogs übernehmen Presse- Großmogule das Zepter und haben ein leichtes Spiel im Bereich der Meinungsbildung. Daher befürworte ich das Massensterben von Webblogs nicht, aber ohne jenes sterben stagniert die Bewegung zum Webblog-Oldtimer.

Gründe für einen Blog Crash sind:

  • Fehlende Leidenschaft und Motivation
  • Ausflüchte und Ausreden
  • Ausbleibende Konsequenz
  • Langeweile
  • Unzureichende Recherchen
  • Fehlendes Fachwissen
  • Einfach nur Geldmangel

Denn wer hätte das gedacht. Webblogs bringen nicht nur Geld, nein, Webblogs kosten überwiegend Geld und viel viel Zeit.

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3 Antworten auf Blog Crash – Weshalb Blogger aufgeben

  1. Katrin L. sagt:

    Meinen kleinen Blog unterhalte ich auch schon seit einiger Zeit, aber Beiträge veröffentliche ich nur gelegentlich, wenn etwas passiert ist oder ich was schönes erlebt habe. Aber das Problem mit dem Blogsterben gibt es schon seit “Jahren”. Jedes Jahr soll es schlimmer werden, aber davon merke ich nicht viel. LG Kati.

  2. Alex Kasakow sagt:

    Hallo Artur, da stimme ich dir vollkommen zu. Ich glaube auch nicht das Blogs aussterben aber es wird sich ein Wandel einschleichen. Dazu habe ich in meinem Blog einen Artikel geschrieben und meiner Fantasy freien lauf gelassen: Wie würden Blogs in 20 Jahren aussehen.
    Einige Punkte übereinstimmen mit deinen.

    Grüße,
    Alex

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