Selbstständig mit Franchising

Die Arbeitsmarktsituation in Europa allgemein und in Deutschland im Besonderen ist alles andere als rosig. Auch wenn ein angeblicher Fachkräftemangel die deutsche Wirtschaft plagen soll, gut bezahlte Arbeitsplätze sind eher die Ausnahme als die Regel.

Das Amt für Arbeit wirkt dieser Tatsache mit positiven Statisiken und Bekundungen entgegen. Dazu wird regelmäßig ein Arbeitsmarktbericht mit Analysen und weiteren Infomationen zur Arbeitsmarktentwicklung veröffentlicht.

Den Monatsbericht für Dezember 2011 und das gesamte vergangene Jahr finden Sie hier:

Weitere interssante Kennzahlen der Arbeitsagentur

Nichtsdestotrotz: Zahlen und Statistiken der Arbeitsagentur auf der einen und Erfahrungen von Unternehmern auf der anderen Seite, sprechen natürlich eine eigene Sprache. “Praxis und Theorie” sollte als Sprichwort passend sein.

Für das Jahr 2011 fällt die Resonanz zwar positiv auf, aber für das kommende Jahr 2012 wird aufgrund der knappen aber stetigen positiven Entwicklung vermutlich leichte Einbußen einbringen.

Daher ist es absolut verständlich, dass der Wunsch zur Selbstständigkeit eine immer wichtigere Rolle spielt.

Franchising statt Angestelltendasein

Bei solchen Gedanken ist Franchising eine echte Alternative. Bei diesem System profitiert der Unternehmensgründer von den bereits mehrfach gemachten Erfahrungen der Kollegen ohne seine Selbstständigkeit preiszugeben. Dabei profitiert der Franchisenehmer von den Stärken eines großen Unternehmens bei Faktoren wie Marktdominanz, Produktvielfalt, Marketing, Einkauf und Controlling. Dazu kommen dann die positiven Marktfaktoren kleinerer Unternehmen wie Flexibilität, Innovationskraft und Kundennähe hinzu.

Die Funktionsweise eines Unternehmens im Bereich des Franchisings ist denkbar einfach. Ein Unternehmen stellt ein mehrfach erprobtes System zur Verfügung und begleitet den Unternehmensgründer von der Planung, der Durchführung der Unternehmensidee bis hin zur Unterstützung im laufenden Betrieb. Was kann sich ein Existenzgründer mehr wünschen? Der Start auf eigenen Füßen, mit der eigenen Idee und klammen Eigenkapital ist wesentlich schwieriger und Risikobehafteter als das Fanchising.

In der Zwischenzeit ist die Palette der Branchen, die dieses Erfolgsmodell anbieten sehr vielfältig und lebhafter geworden. Längst geht es hier nicht mehr ausschließlich um den Verkauf von Hamburgern – wenn wohl auch – sondern für fast jeden Tätigkeitsbereich der Selbstständigkeit finden sich mehr oder weniger erfolgsorientierte Franchiseangebote.

Der Franchisegeber unterstützt im besten Fall den Partner bereits im Vorfeld. Es werden genaue Standortanalysen für das neue Unternehmen durchgeführt, ein Einrichtungsberater bespricht die notwendigen Anschaffungen, damit der Franchisenehmer von dem Wiedererkennungswert des Markennamens profitiert. Auch die Finanzierung, stets ein Sorgenkind der Existenzgründer wird von dem Franchisegeber regelmäßig begleitet.

Bei den Kreditinstituten hat sich dieses Erfolgsmodell bereits rumgesprochen. Nach einer von der KfW- Bank in Auftrag gegebenen Studie wurde bekannt, dass 90 Prozent der Franchise-Unternehmen nach fünf Jahren noch aktiv sind, wobei die Quote bei eigenständigen Betriebsgründungen lediglich 50 Prozent betragen soll.

Angebote der KfW Bankengruppe

Die KfW-Bank bietet Förderprogramme für Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen.

Das geschäftliche Verhältnis zwischen Franchisenehmer – und -geber ist eng aber selten einengend. Der gemeinsame Einkauf, die Werbung, die zentral geschaltet wird und die umfangreiche Unterstützung die der Franchisegeber dem Existenzgründer gewährt sind zwar keine Erfolgsgarantie, (wo gibt es so etwas schon im Bereich der Selbstständigkeit?) aber ideale Voraussetzungen für einen problemlosen Start und für eine dauerhafte erfolgreiche Weiterführung des Betriebes. Regelmäßige Schulungen, aktives Mitspracherecht und der beiderseitige Wille zum Erfolg ebnen den Weg für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

In der Franchise-Falle

Doch Achtung! Schlüsselfertige Existenzgründungen sind zwar beliebt, aber auch mit einem Restrisiko verbunden. Dabei haben Sie definitiv keine garantierte Sicherheit auf Erfolg. Wer Ihnen dies verspricht, na den Rest wird man aus den Medien ja schon kennen… “Viele Anbieter versprechen, was sie nicht halten können.”

Geben Sie bitte bei der Partnerwahl auf erstklassige Franchiser acht und vermeiden Sie Kooperationen mit zweitklassigen Anbietern oder gar Trittbrettfahrern, mit haltlosen und weltfremden Versprechungen. Lassen Sie sich nicht blenden und halten Sie trotz überzeugender Statistiken und Vorträge stille Rücklagen (Reserven) bereit.

Der DFV (Deutscher Franchise Verband), vertritt die Interessen von Franchisern und engagiert sich für ein positives Gründungs-Klima.

Dabei gibt der Verein in der Broschüre “Franchise Fakten” erste Einblicke in die Fanchise Wirtschaft.

Selbstverständlich sind die Leistungen des Franchisegebers nicht kostenfrei zu haben. Meistens werden eine Franchisegebühr und eine Beteiligung an den laufenden Einnahmen vereinbart. Dies ist allerdings allemal sinnvoller als der gewagte Alleingang im Bereich der Unternehmensgründung.

Franchise als erfolgreiches Importprodukt

Franchising oder auch Konzessionsverkauf genannt, ist ein Importprodukt aus den Vereinigten Staaten. In Europa, insbesondere in Deutschland, war eher das Genossenschaftssystem verbreitet.
Doch da bei Franchising ein erprobtes Geschäftskonzept zur Verfügung gestellt wird, weiterhin auch noch meistens Gebietsschutz gewährt wird ist der Markteintritt des Franchisenehmers deutlich schneller, da dieses Produkt bzw. die Dienstleistung bereits erprobt und etabliert ist.

Fazit:
Insgesamt ist Franchising ein interessantes Konzept, das bei einer Planung bezüglich Selbstständigkeit zumindest als Möglichkeit erwogen werden sollte. Wer die Selbständigkeit angehen möchte, der kann im Franchising sein Glück finden.

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