Nachhaltige Energie –Biomasse als Investment

Wirtschaftliche Erfolge sind im Sinne eines jeden Unternehmers. Biogasanlagen bieten hervorragende Chancen der Gewinnmaximierung und ausgezeichnete Zukunftsperspektiven. Auch wenn Biogasanlagen derzeit noch keinen nennenswerten Anteil bei der Energieversorgung spielen, wird die dezentrale Energieversorgung unseren Energiemarkt durchaus beeinflussen, wenn nicht gar revolutionieren.

Seit Beginn der Einspeisung in das öffentliche Netz, konnte die Leistungsabgabe in kW drastisch gesteigert werden und das Volumen der so genannten Faulräume hat ebenfalls zugenommen. Ein neuer Industriezweig konnte sich entwickeln und etablieren, dabei werden Biogasanlagen zunehmend zur Kapitalanlage genutzt.

Was ist eigentlich Biomasse?

Biomasse ist praktisch ein Energieträger, der unter anderem zur Energiegewinnung verwendet werden kann, aber auch bei der Herstellung von Biomaterialien immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Aktuell genutzte Stoff- und Energieträger sind z.B. organische Abfälle, Pflanzen aus der Land- und Forstwirtschaft, der Landschaftspflege und Stoffe aus der Tierhaltung wie z.B. Fette und Gülle. Es können praktisch unzählige Naturprodukte zur energetischen Biomasse werden und der Energiegewinnung dienen.

3 Vorteile einer Biogasanlage

  1. Einer der entscheidenden Vorteile einer Biogasanlage liegt darin, dass Biogas ein regeneratives Erzeugnis ist und das Grundmaterial in ausreichender Menge lokal zur Verfügung stehen kann. Damit verkürzen sich nicht nur die Transportwege, sondern auch die Anschaffungskosten für das Rohmaterial, welches wie oben bereits erwähnt sehr vielfältig sein kann.
  2. Bei der Produktion von Biogas sind Emissionen und die CO2-Bilanz fast neutral, können aber durch den Anbau- bzw. den Erntevorgang und andere Randfaktoren belastet werden. Spiegelt man jedoch den Wirkungsgrad kontra Emissionsgrenzwert, dann stellt man fest, dass Biogasanlagen schon fast eine grüne Weste tragen dürften. Sofern mit dieser Energieform behutsam umgegangen wird, haben Biogasanlagen eine Daseinsberechtigung.
  3. Ein weiterer Aspekt, den wir in Zukunft immer mehr an Bedeutung schenken werden, ist die Unabhängigkeit von teueren Heizöl- und Stromimporten. Früher oder später wird sich die dezentrale Energieproduktion und Versorgung durchsetzen.

Natürlich hat auch diese Form der Energieproduktion seine Schattenseiten.

3 Nachteile einer Biogasanlage

  1. Bei den Gegnern von Biogasanlagen tritt das Argument; „Geruchsbelästigung“ in Vordergrund. Zwar können unangenehme Gerüche vorkommen, doch arbeiten moderne Biogasanlagen der Geruchsbildung entgegen. Dabei werden zum Beispiel abgedeckte Behälter bei der Rezirkulation, dem Substratantransport und dem Dosierer eingesetzt. Auch besitzen neuzeitliche Anlagen eine so genannte Annahmehalle für die Übergabe der Biomasse.
  2. Ein weiterer Streitpunkt bei der Entstehung von Biogas, ist das Begleitprodukt „Lärm“. Soweit mir bekannt, ist es den Ingenieuren noch nicht gelungen Lärm produktiv zu nutzen, doch arbeiten alle fieberhaft an einer Lärmreduzierten Energiegewinnung bzw. daran, den Lärm mit modernen Dämmstoffen zu neutralisieren.
  3. Man möchte denken, dass Landwirte die Entstehung von Biogasanlagen befürworten, doch im Gegenteil, viele Landwirte sehen dem unbedachten Neubau von Biogasanlagen mit großer Sorge entgegen und befürchten einen überaus hohen Flächenverbrauch. Der Umwelt zuliebe sollte die Produktion von Biogas mit Bestimmtheit reglementiert werden, da nur so negativen Umwelteinflüssen durch intensive Landwirtschaft und den damit verbundenen Gefahren, wie Monokulturen und Belastungen der Böden entgegengewirkt werden kann. Oder es findet sich ein Weg die Effizienz deutlich zu steigern, so dass Raubbau an unseren Freiflächen der Vergangenheit angehören wird. Bis dahin zählt diese Form der Umweltbelastung zu den wohl größten Nachteilen der Biogasproduktion.

Geschäftsidee Mini Biogasanlage für den Hausbetrieb

Die Verwendung von Biomassen sollte nicht nur im großen Stil praktizierbar sein, sondern durch Mini-Biogasanlagen auch der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Kleinst-Biogasanlagen sind auf Bedürfnisse von Eigenversorgern abgestimmt und erfüllen den Zweck der lokalen und unabhängigen Energieversorgung. Dabei spreche ich nicht von kleinen Biogasanlagen, die von Landwirten betrieben werden, um die Energieproduktion an fremde Haushalte abzugeben, nein viel mehr sind mit dieser Idee Gasanlagen für den Hausbetrieb und die Eigennutzung gemeint.

Im Grunde eine Marktlücke, die noch keiner erfolgreich besetzen konnte. Wie man am folgenden Beispiel erkennen kann, wird der Weg von jungen Tüftlern bereits bestritten und es wird Pionierarbeit geleistet.


Quelle: YouTube / BioEnergySustTechUF

Die Lösung der effizienten Energiegewinnung scheint mit dem Einfallsreichtum der Entwickler einherzugehen, dabei ist die Vielfalt der Produktionsstätten bzw. Energiequellen ein entscheidendes Puzzel. Andernfalls kann es erneut zu einem Ungleichgewicht wie bei Kohle- und Atomstrom kommen.

Fazit
Die Produzenten von Strom und Heizenergie erleben derzeit einen Wandel. Biogasanlagen wie wir sie kennen, können als zuverlässiges Investment angesehen werden. Richtig genutzt fährt eine Biogasanlage mehr als kostendeckende Renditen ein und der entscheidende Vorteil liegt darin, dass der Industriezweig am Anfang seiner Entwicklung steht, so dass der Einstieg lohnenswert sein kann.

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