Die Mini-GmbH für Existenzgründer

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Neue Gesellschaftsformen für Existenzgründer. Was kann die Mini-GmbH?

Seit dem 01. November 2008 gibt es die Möglichkeit, für den geringen Betrag von einem Euro eine Mini-GmbH zu gründen. Die UG (Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt) ist die Antwort auf die vermehrten Gründungen von Limited Gesellschaften, also englische GmbH, die ein Stammkapital von einem Pfund haben.

Das GmbH-Gesetz, zwar immer wieder ergänzt aber bis 2008 nicht modernisiert, hatte den Ursprung im Jahre 1892, war dringend reformbedürftig um die Attraktivität einer Selbstständigkeit in dem Bereich der haftungsbeschränkten Gesellschaften zu erhöhen.

Mit der Unternehmergesellschaft (UG) auch Mini-GmbH genannt, sollte also die Existenzgründung angeheizt werden, das Gesellschaftsrecht weniger bürokratischer gestalten und das Abwandern von Gesellschaften ins europäische Ausland einschränken. Einige Länder wie beispielsweise Österreich erwägen ebenfalls die Einführung dieser Gesellschaftsform nach deutschem Vorbild.

Mit dieser Gesetzesänderung können also auch Unternehmer eine haftungsbeschränkte Gesellschaft gründen, ohne eine Stammeinlage von 25.000 Euro einbringen zu müssen. Damit wird die Gründung dieser UG einfacher, unkomplizierter und attraktiver als das es bei der klassischen GmbH der Fall ist. Auch eine beschleunigte Eintragung in das Handelsregister erhöht das Interesse der Existenzgründer an dieser Gesellschaftsform. Dies wurde erreicht durch die Abkopplung an das verwaltungstechnische Genehmigungsverfahren.

Mit dieser Modernisierung hat – zumindest für deutsche Unternehmen – das Interesse an englische Limited deutlich abgenommen. Existenzgründer sollten den guten Ruf und damit die Reputation einer deutschen GmbH, und damit auch einer Mini-GmbH nicht unterschätzen.

Es wird weiterhin sinnvoll sein, schon wegen der steuerlichen Vorschriften, bei einer Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) die professionelle Hilfe eines Steuerberaters und in der Gründungsphase auch eines Unternehmensberaters in Anspruch zu nehmen. Die Fördermöglichkeiten sowie die Aussicht auf zinsgünstige Kredite durch staatliche bzw. EU Stellen entsprechen denen der klassischen GmbH.

Diese Mini-GmbH ist der Vorläufer einer einheitlichen europäischen Gesellschaftsform, die durch das EU-Parlament bereits geplant ist. Die Umsetzung wird zwar noch einige Jahre evtl. Jahrzehnte ins Land ziehen lassen, doch deutsche Existenzgründer sind mit einer Mini-GmbH gut bedient.

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2 Antworten auf Die Mini-GmbH für Existenzgründer

  1. Alex sagt:

    Hallo Artur, guter Artikel. Muss man die gesetzlichen 500 EU auf dem Konto haben. Oder verstehe ich da was falsch? Ich habe gelesen das man jedes Jahr nachweisen muss dass man mindestens 500EU für steuerliche Zwecke zur Verfügung hat.

    Grüße

  2. Die GmbH also die Mutter der UG hat einen Mindestbetrag von 25.000 Euro. Eigentlich wurde damlas in Erwägung gezogen, dass dieser Betrag von 25.000 Euro auf 10.000 Euro reduziert wird, um den Einstieg atraktiver zu machen. Leider wurde dieser Vorschlag nicht umgesetzt. Statdessen hat man sich auf die Form UG haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft verständigt. Da schaut das mit den Rücklagan so aus, dass 1 Euro als Stammkapital reicht und man ein Viertel des Ertrages jährlich zurücklegt, bis 25.000 Euro erreicht werden. Hat man dies geschaft, dann kann der Zusatz UG in GmbH umfirmiert werden und die 25.000 Euro wären dann praktisch das Stammkapital der neuen GmbH. Ich hoffe damit geholfen zu haben.

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