Co-Working Space: Die perfekte Alternative für Startups?

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Viele Startups wissen anfangs nicht, wohin mit der Firma. Viele versuchen sich an Home Office, stoßen dabei jedoch bald an ihre Grenzen. Ein eigenes Büro ist gerade am Anfang eine große finanzielle Belastung. Hier kommen Co-Working Spaces ins Spiel. Das Großraumbüro 2.0 gibt es mittlerweile in so ziemlich jeder größeren Stadt. Doch was können Sie sich darunter vorstellen und kann es auch für Ihr Startup eine geeignete Alternative darstellen?

Co-Working – was steckt dahinter?

Sie können sich so einen Co-Working Space noch nicht ganz vorstellen? Macht nichts, wir klären Sie gerne auf. Ein Co-Working Space ist eine Art Großraumbüro, in dem Sie sich entweder einen fixen Arbeitsplatz für einen gewissen Zeitraum, oder einen flexiblen Arbeitsplatz für zwischendurch anmieten können.

Meistens bekommen Sie dafür einen Schreibtisch mit Computer und können den Drucker oder Scanner mitbenutzen. Oftmals können Sie auch die Adresse als offizielle Geschäftsadresse angeben und sich somit die Post bequem zu ihrem neuen Arbeitsplatz bringen lassen. Diese Arbeitsplätze sind flexibel kündbar und kosten meist nicht viel.

Für wen eignet sich Coworking?

Für kleine Startups, die noch nicht viele Mitarbeiter haben und sich daher kein eigenes Büro suchen wollen, ist so ein Coworking Space eine echte Alternative. Ein großer Vorteil ist, dass die Infrastruktur bereits mit angemietet wird und Sie sich so nicht extra einen Drucker oder Scanner kaufen oder Betriebskosten zahlen müssen.

Branchen, die besonders geeignet für diese Form des Arbeitsplatzes sind, lassen sich eigentlich nicht festlegen. Vom Internet-Startup über Blogger bis hin zu Werbetreibenden und Versicherungsmaklern sind eigentlich alle Branchen bei diesen Co-Working Spaces vertreten. Es ist mehr eine Typentscheidung: Fühlen Sie sich wohler, wenn Sie in Gesellschaft arbeiten, oder haben Sie lieber Ihre Ruhe und arbeiten von Zuhause aus?

Vor- und Nachteile von Co-Working Spaces

Wenn Sie wissen möchten, ob diese Form des Arbeitens auch etwas für Sie wäre, sollten Sie die Vor- und Nachteile für sich genau abwägen. Die häufigsten Pros und Cons haben wir für Sie zusammengestellt.

Vorteile

  • Von zuhause aus zu arbeiten, ist meist nicht ideal, da Sie so nicht das Gefühl haben, zur Arbeit zu gehen. Das hat vor allem einen psychologischen Effekt, der sich aber gravierend auf Ihre Motivation und damit auf Ihre Produktivität auswirken kann. Arbeit und Privatleben werden so ganz klar voneinander getrennt.
  • Produktive Menschen stecken an – und in einem Co-Working Space werden Sie viele davon antreffen.
  • Sie können sich mit anderen vernetzen und können sich so gegenseitig inspirieren und voneinander lernen. So knüpfen Sie zudem Business Kontakte und können eventuell sogar schon Kunden akquirieren.
  • Die Mieten sind relativ günstig und Sie tragen keine eigenen Investitionskosten, haben aber dennoch einen professionellen Arbeitsplatz.
  • Sie haben keine langfristigen Vertragsbindungen.
  • Sie können im Co-Working Space auch Kundentermine wahrnehmen und wirken dadurch um einiges professioneller, als wenn Sie diese im Eigenheim begrüßen müssten.

Nachteile

  • In einem Co-Working Space ist einiges los. Das hat zwar den Vorteil, dass Sie Kontakte knüpfen und um Hilfe bitten können, aber es kann auch relativ laut werden, weshalb Sie entweder gute, schalldichte Kopfhörer oder eine gute Konzentrationsfähigkeit brauchen.
  • Natürlich haben Sie hier nicht den Vorteil wie beim Home-Office, dass Sie quasi im Pyjama arbeiten und nebenbei fernsehen können.
  • Sobald Sie mehr Mitarbeiter anstellen möchten, kann es sein, dass sich die Kosten für den Co-Working Space nicht mehr rechnen und es Ihnen günstiger kommt, sich ein eigenes Büro zu mieten. Bis es so weit ist, ist und bleibt es jedoch eine gute Alternative.

Möglichst produktiv arbeiten im Co-Working Space

Die meisten Co-Working Spaces versprühen schon eine produktive Atmosphäre, der Sie sich eigentlich nur noch hingeben müssen. Aber so einfach ist es dann meist doch nicht. Oftmals fühlen Sie sich vielleicht durch Gespräche anderer Menschen gestört oder haben einfach eine Blockade. Die folgenden Tipps können hier vielleicht Abhilfe schaffen:

  • Wenn Sie können, suchen Sie sich einen Arbeitsplatz aus, an dem Sie sich wohlfühlen. Wenn Sie nicht möchten, dass man Ihnen über die Schulter schaut, suchen Sie sich einen Tisch an der Wand.
  • Wenn Sie nicht in der Lage sind, sich den Platz selbst auszusuchen, können Sie es sich mit der passenden Einrichtung gemütlicher machen. Eine Pflanze am Schreibtisch ist zum Beispiel ein guter Sichtschutz und verbessert zugleich das Raumklima.
  • Es kann manchmal tatsächlich etwas laut werden. Legen Sie sich gute Ohrstöpsel oder schalldichte Kopfhörer zu.
  • Nehmen Sie auch selbst Rücksicht auf Ihre Co-Worker. Gehen Sie, wenn möglich, für ein längeres Telefonat hinaus oder sprechen Sie nicht lauter, als unbedingt nötig.

Co-Working kann eine interessante Lösung für Sie sein, wenn Sie gerne weg vom Home-Office möchten, und es Ihnen zu riskant ist, sich gleich ein eigenes Büro anzumieten. Ob Sie sich im Endeffekt vorstellen können, langfristig auf diese Lösung zurückzugreifen, ist eine Typ-Frage. Probieren Sie es einfach aus – viele Co-Working Spaces bieten sogar Tages- oder Wochentarife an.

Über Stefan Gassner

Als Geschäftsführer vom Immobilienbüro SAGE in Zell am See, ist Stefan Gassner ein Experte in Sachen Büroimmobilien. Vor allem das Thema Start-Ups liegt ihm als Jungunternehmer besonders am Herzen. SAGE Immobilien wurde im Übrigen bereits mehrmals als bester Immobilienmakler Österreichs bei den European Property Awards ausgezeichnet.
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